Was ist weibliche Hypergamie? Definition & Hintergründe

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Michael mannbewusst klein
Ein Blogbeitrag von Michael

Hypergamie ist ein Begriff aus der Sozialwissenschaft, der die Heirat mit einer Person beschreibt, die einer höheren Kaste, Klasse oder einem höheren sozioökonomischen Status angehört als man selbst. Der Begriff wird fast ausschließlich auf Frauen angewendet und heute schauen wir uns genauer an, warum das so ist.

Der Begriff Hypergamie (englisch = Hypergamy) leitet sich vom griechischen Wort „hyper“ für „über“ und „gamy“ für „Ehe“ ab. Einige Forscher argumentieren, dass Hypergamie ein natürlicher Instinkt ist, der dafür sorgt, dass Frauen sich mit dem bestmöglichen Partner paaren, um möglichst gesunde und erfolgreiche Nachkommen zu zeugen.

Andere behaupten, dass es sich um ein soziales Konstrukt handelt, das durch jahrhundertelange patriarchalische Herrschaft aufrechterhalten wurde. Unabhängig von ihrem Ursprung lässt sich nicht leugnen, dass Hypergamie ein sehr reales Phänomen ist.

Geschichte und Entwicklung der Hypergamie

Das Konzept der Hypergamie lässt sich über Tausende von Jahren zurückverfolgen. In der Antike wurden Ehen oft zum Zweck politischer Bündnisse oder zur Erzielung wirtschaftlicher Vorteile geschlossen. Es war nicht ungewöhnlich, dass wohlhabende Männer mehrere Frauen heirateten, während arme Frauen kaum Einfluss darauf hatten, wen sie heirateten.

Die industrielle Revolution markierte einen Wendepunkt in der Praxis der Hypergamie. Als Frauen in Scharen ins Berufsleben eintraten, wurden sie wirtschaftlich unabhängiger und waren in Bezug auf ihre finanzielle Sicherheit weniger auf Männer angewiesen.

Diese neu gewonnene Unabhängigkeit führte zu einer neuen Welle hypergamer Beziehungen, in denen Frauen aktiv nach Partnern suchten, die besser ausgebildet waren, besser bezahlte Jobs hatten und einer höheren sozialen Schicht angehörten als sie selbst.

Heute ist die weibliche Hypergamie weiter verbreitet als je zuvor. Ein Blick in ein beliebiges Klatschmagazin für Prominente zeigt zahllose Beispiele von wohlhabenden älteren Männern, die viel jüngere Frauen heiraten. Auch wenn manche diese Beziehungen als reine Goldgräberei der Frau ansehen, sollte man nicht vergessen, dass Hypergamie nicht immer nur finanzielle Gründe hat.

In vielen Fällen ist sie Ausdruck eines angeborenen Wunsches der Frauen, einen Partner zu finden, der ihnen Stabilität, Sicherheit und ein insgesamt besseres Leben bietet.

Warum praktizieren Frauen Hypergamie?

Es gibt verschiedene Theorien darüber, warum Frauen Hypergamie praktizieren. Eine Theorie besagt, dass es sich dabei um einen evolutionären Mechanismus handelt, der Frauen helfen soll, Partner zu finden, die ihnen Ressourcen (wie Nahrung, Unterkunft und Schutz) bieten können.

Eine andere Theorie besagt, dass Frauen durch Hypergamie ihren Mangel an körperlicher Stärke im Vergleich zu Männern kompensieren können. Was auch immer der Grund sein mag, es ist unbestreitbar, dass die Prinzipien der Hypergamie häufig im Dating- und Beziehungsverhalten von Frauen zu beobachten sind.

Was bedeutet weibliche Hypergamie für dich als Mann?

Wenn du ein Mann bist, der eine langfristige Beziehung anstrebt, ist es wichtig, die weibliche Hypergamie zu verstehen. Wenn du weißt, was Frauen bei einem Partner suchen, kannst du dich in eine bessere Position bringen, um jemanden zu finden, der mit dir kompatibel ist.

Darüber hinaus kann das Verständnis der weiblichen Hypergamie dir dabei helfen, Beziehungen mit Frauen zu vermeiden, die dich wahrscheinlich betrügen oder wegen einem anderen Mann verlassen werden. Darüberhinaus geht es darum, deinen eigenen Status als Mann zu erhöhen, um für mehr attraktive Frauen interessant zu werden.

So kannst du von der Hypergamie profitieren

Bist du dir der Geschlechterdynamiken zwischen Mann und Frau bewusst, kannst du dies zu deinem Vorteil nutzen. Frauen sind stets bestrebt, den für sich besten und hochwertigsten Mann an sich zu binden und an allen Faktoren, die dich zu einem Mann von hohem Status machen, kannst du aktiv arbeiten.

Faktoren, die wichtig für den hypergamen Filter von Frauen sind:

  • Finanzielle Situation (Einkommen, Vermögen, Besitztümer)
  • Lebenssituation und Lifestyle (Wohnung, Haus, Auto, Urlaube)
  • Sozialer Status (Ansehen in der Gesellschaft, im direkten Umfeld)
  • Soziale Fähigkeiten, „Game“ (Befähigung zu Flirten und zu kalibrieren)
  • Aussehen (Körpergröße, Athletik, Haarlinie, Gesichtssymmetrie, Zähne, etc.)
  • Männliches Verhalten (Dominanz, Entscheidungsfähigkeit, Selbstsicherheit)
  • Kongruenz (Machen was man sagt, sich nicht von irgendwas beirren lassen)

Ist weibliche Hypergamie schlecht?

Aus Sicht von Frauen ist die weibliche Hypergamie sicherlich als positiv zu bewerten, weil sie es ihnen ermöglicht, ihren sozialen Status und ihre finanzielle Sicherheit zu verbessern. Da diese Sichtweise auf das Thema Dating und Beziehung jedoch nicht wirklich politisch korrekt ist, leugnen selbst viele Frauen die Dynamiken der Hypergamie.

Da sich vieles im Unterbewusstsein abspielt sind sich die meisten Frauen nicht darüber im Klaren, nach welchen Prinzipien sie handeln und können es dementsprechend nicht in Worte fassen. Häufig wird dabei mit sekundären Rationalisierungen gearbeitet, um sich ihr hypergames Verhalten vor sich selbst (und anderen) zu rechtfertigen.

Viele Männer, speziell in der Red Pill und Black Pill Bewegung sehen das erwartungsgemäß kritisch. Nicht wenige vertreten die Meinung, dass sich Beziehungen mit Frauen generell nicht lohnen würden, da sie früher oder später immer Opfer der Hypergamie würden.

Ob man die Hypergamie gut oder schlecht findet, spielt letztlich keine Rolle, denn sie existiert und ist Teil unserer Realität, in der wir leben. In jedem Fall verstärkt sie entgegen der voranschreitenden Gleichheitsbewegung hierzulande die Geschlechterstereotypen und schafft eine ungleiche Machtdynamik in Beziehungen.

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